Erfurt und seine Ströme Teil 1

Größe Ströme gibt es nicht nur in Amerika, Afrika und Asien. Auch Erfurt hat seine kleinen Ströme wie Bergstrom, Walkstrom und Breitstrom. Alles Arme der Gera. Diese bildetet in dieser flachen Flussaue mit ihren weit verzweigten Armen eine einfache Möglichkeit diesen zu durchqueren. Früh einstand am Breitstrom eine erste Bücke, die sich bis auf einen Brand im Jahre 1117 zurückverfolgen lässt. Diese Brücke und Handelsstraßen bescherten Erfurt einen wirtschaftlichen Aufschwung. Durch den Bau des Flutgraben zum Hochwasserschutz und Wehren, um den Wasserstand in der Stadt zu regulieren, wurden die Flussläufe sehr wenig begradigt oder sonst wie verändert. So gibt es Auen, Parks am Fluss und idyllische Ecken, die man in einer Großstadt nicht erwarten würde.

Erfurt und seine Ströme Teil 1

Größe Ströme gibt es nicht nur in Amerika, Afrika und Asien. Auch Erfurt hat seine kleinen Ströme wie Bergstrom, Walkstrom und Breitstrom. Alles Arme der Gera. Diese bildetet in dieser flachen Flussaue mit ihren weit verzweigten Armen eine einfache Möglichkeit diesen zu durchqueren. Früh einstand am Breitstrom eine erste Bücke, die sich bis auf einen Brand im Jahre 1117 zurückverfolgen lässt. Diese Brücke und Handelsstraßen bescherten Erfurt einen wirtschaftlichen Aufschwung. Durch den Bau des Flutgraben zum Hochwasserschutz und Wehren, um den Wasserstand in der Stadt zu regulieren, wurden die Flussläufe sehr wenig begradigt oder sonst wie verändert. So gibt es Auen, Parks am Fluss und idyllische Ecken, die man in einer Großstadt nicht erwarten würde.

Stadtansicht von Merian 1650. Die Flussläufe und der Festungsgraben sind Blau und die Grünflächen der Stadtmauer grün koloriert. 
Die Gera einst
Die Gera einst
Die Stadtansicht vom Merian zeigt sehr schön den Flusslauf durch Erfurt und den Wassergraben des Festungswalles. Dieser war jedoch nicht mit der Gera verbunden. Der Zulauf der Gera musste deswegen über Brücken durch den Festungswall in die Stadt geführt werden. Genau so verließ die Gera die Stadt im Norden.
Der Umbau des Festungsgrabens zum Flutgraben, die Entfernung des Festungswalls und die Zuschüttung der Wilden Gera war ein gewaltiges Projekt. Ein Projekt, das Erfurt vom Mittelalter in die Moderne katapultierte.
Eine Große Veränderung brachte es auch für das Brühl (Hirschbrühl). Aus einer Gartenvorstadt wurde urbanes Gelände mit schönen Grünflächen und Parks. Ein neue Wohnqualität der Gründerzeit entstand.
Auf dem Plan des Merian wurde versucht, die Veränderungen im Flusslauf darzustellen.
Die Gera ab 1898
Die Gera ab 1898
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Ein kleine Skizze zur Orientierung. Die Gera durchfließt Erfurt von Süden kommen Richtung Norden. Auf dieser Seite wird der hellblau markierte Flussteil behandelt.
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Der Gera auf dem Weg in die Stadt
Die Gera vor dem Papierwehr
Die Gera vor dem Papierwehr
Blick vom Papierwehr Richtig Süden. Links die  in die Stadt fließende Gera. Rechts das Wehr zum regulieren des Wasserstandes in der Stadt.
Papierwehr
Papierwehr
Horn [siehe L6, Seite 147] erwähnt das Papierwehr und die Trennung der Gera in Oberlache und Wilde Gera an dieser Stelle bereits 1843.  Es besteht deswegen die Möglichkeit, dass zwischen Papierwehr und Espachpromenade der Flusslauf der alten Wilde Gera vorhanden ist. 
Die Umgebung
Das Badehaus vom Dreibrunnenbad
Das Badehaus vom Dreibrunnenbad
Dreienbrunnen Quelle bei Sonneaufgang
Dreienbrunnen Quelle bei Sonneaufgang
Dreienbrunnen Quelle
Dreienbrunnen Quelle
Große Wasserpumpenanlage
Große Wasserpumpenanlage
Große Wasserpumpenanlage
Große Wasserpumpenanlage
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Der Abzweig der Gera, der durch das Stadtzentrum fließt oder
die 420 Meter der Oberlache
Die Wilde Gera war bis 1898 eines der Hauptarme der Gera in Erfurt. An ihr verlief die alte Stadtmauer. Die jährlichen Überschwemmungen nach der Schneeschmelze zwangen Erfurt zu einer Lösung des Problems. Die Idee war, den bereits vorhandenen Festungsgraben auszubauen und an die Gera anzuschließen. Er könne dann das überschüssige Wasser um die Stadt herum leiten.
Ein gute Idee, die im Detail doch sehr komplex war und über möglich Lösungen wurde Jahrzehnte gestritten.
Die Brühler Vorstadt (Hirschbrühl) war einst durchzogen von Wasserarmen der Gera. Gärten und Mühlen prägten die Gegen. Städtische Bebauung war nur sehr vereinzelt möglich. Mit der Idee des Flutgrabens kamen 2 wichtige Themen aufs Tapet :
- Kann man den Wasserstand in der Altstadt konstant halten. Unabhängig vom Wasserstand der Gera.
- Kann man die Brühler Vorstadt Urbanisieren?
So wurde geplant, die Gera auf kurzem Weg mit dem Festungsgraben zu verbinden. Die Geraschleife durch Lutherstraße, Melanchthonstraße und Gustav-Adolf Straße sollte zugeschüttet werden. Die Hirschlache wird/wurde verrohrt bzw. zugeschüttet. Das bereits vorhanden Papierwehr konnte nun den Wasserstand im Flutgraben regulieren. Die Oberlache zweigte bereits damals vor dem Papierwehr ab und trennte siech später in Bergstrom und Walkstrom auf. Ein kleines eigenes Wehr zur Regulierung war vorhanden (oder wurde errichtet?).
Durch die Zuschüttung der Geraarme im Hirschbrühl musste eine neue Verbindung mit dem Zulauf geschaffen werden.  So entstanden zwei nebeneinander liegende 400 Meter lange Gräben  mit eine Allee dazwischen - die Espachpromenade. Heute gesäumt von schönen alten Linden.
Damit wurde auf elegante weise die Brühler Vorstadt (Hirschbrühl) trocken gelegt und einer möglichen Urbanisierung zugeführt. Heute ist diese Gegend von wunderschönen Villen im Jugendstiel geprägt.
Im Stadtzentrum wurde die Wilde Gera bis Klein Venedig ebenfalls zugeschüttet. Heute befindet sich an gleicher Stelle der Ring.
Wehr der Oberlache
Wehr der Oberlache
Der Zulauf der Gera in die Stadt beginnt heute bescheiden am Wehr beim Dreibrunnenfeld, wo der Hauptstrom als Flutgraben um den ehemaligen Stadtkern herumgeführt wird und ein kleines Wehr den Wasserstand in der Stadt reguliert.
Wehr der Oberlache
Wehr der Oberlache
Herbststimmung am Wehr
Herbststimmung am Wehr
Herbststimmung am Wehr
Herbststimmung am Wehr
Die Oberlache
Die Oberlache
Die Oberlache
Die Oberlache
Die Oberlache
Die Oberlache
Kurz vor der Vogelsbrücke
Kurz vor der Vogelsbrücke
Überdachte Holzbrücke "Vogelsbrücke"
Überdachte Holzbrücke "Vogelsbrücke"
Die "Vogelsbrücke"
Die "Vogelsbrücke"
Die "Vogelsbrücke" im Herbst
Die "Vogelsbrücke" im Herbst
Die "Vogelsbrücke" beim ersten Schnee
Die "Vogelsbrücke" beim ersten Schnee
420 Meter weiter trennt sich die Oberlache in Bergstrom  und Mittellache, welche dann zum Walkstrom wird,  auf, um sich später zum Breitstrom wieder zu vereinen. Dieser fließt bis "Klein Venedig" durch die schönsten Teile der alten Stadt. Hier der Aufteilung in Mittellache/Walkstrom (rechts) und Bergstrom (links). 
Dieser Abzweig wurde früher auch  "Die Nase" genannt.
Links Bergstrom, rechts Mittellache/Walkstrom mit der Lossiusbrücke
Links Bergstrom, rechts Mittellache/Walkstrom mit der Lossiusbrücke
Vorn Bergstrom, hinten Mittellache/Walkstrom
Vorn Bergstrom, hinten Mittellache/Walkstrom
Mittellache/Walkstrom (Vordergrund)
Mittellache/Walkstrom (Vordergrund)
Die Lossiusbrücke
Die Lossiusbrücke
Die Lossiusbrücke
Die Lossiusbrücke
Blick vom der Lossiusbrücke beim ersten Schnee
Blick vom der Lossiusbrücke beim ersten Schnee
Blick vom der Lossiusbrücke beim ersten Schnee
Blick vom der Lossiusbrücke beim ersten Schnee
Blick Richtung Lossiusbrücke nach dem ersten Schnee
Blick Richtung Lossiusbrücke nach dem ersten Schnee
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Der Bergstrom 
Von den 4 Strömen Erfurts ist der Bergstrom der einzige von Beständigkeit. Weder Flusslauf noch Name hat sich in den letzten Jahrhunderten geändert. Leider ist er auf weiten Strecken zugebaut und von Grün überdacht.  Zudem wurde er auf etlichen hundert Metern kanalisiert. Nach der Wende fand er seinen Weg an Tageslicht zurück und beglückt uns mit einem schönen Lauf mit viel Grün und Zugänglichkeit durch einen neu gestalteten Stadtteil. Hinter dem neuen Theater  laden uns seine Ufer zum verweile ein.
Es gibt aber Hinweise (siehe L9]), dass der Bergstrom früher viel länger war. Es wird vermutet, dass er sich hinter dem Dom gabelte. Dieser weitere Arm floss am Dom vorbei, über den Domplatz, die Andreasstraße hoch gen Norden um sich mit der Gera weit hinter Klein Venedig wieder zu vereinigen.
Man weiß, dass der linke Teil vom Domplatz mal ein Feuchtgebiet war, das 1192 trocken gelegt wurden.

Von der "Nase" bis zum Gothaer Platz  fließt der Bergstrom zwischen Cyriakstraße und Alfred-Hess-Straße kaum sichtbar hinter den Grundstücken.  Im Sommer so mit Grün überdacht, das er selbst von den Brücken aus kaum noch zu sichtbar ist.
Blick von der Brücke Bergstromweg
Blick von der Brücke Bergstromweg
Brücke Bergstromweg
Brücke Bergstromweg
Zusammenfluss  Eselsgraben mit dem Bergstrom
Zusammenfluss Eselsgraben mit dem Bergstrom
Zusammenfluss  Eselsgraben mit dem Bergstrom
Zusammenfluss Eselsgraben mit dem Bergstrom
Brücke Wolfgang-Nossen-Weg
Brücke Wolfgang-Nossen-Weg
Brücke Wolfgang-Nossen-Weg
Brücke Wolfgang-Nossen-Weg
Vom Gothaer Platz bis zum Domberg
An der Kupferhammermühle
An der Kupferhammermühle
Hinter dem Theater
Hinter dem Theater
Hinter dem Theater
Hinter dem Theater
Hinter dem Theater
Hinter dem Theater
Hinter dem Theater
Hinter dem Theater
Winter hinter dem Theater
Winter hinter dem Theater
Büropark hinter dem Domberg
Büropark hinter dem Domberg
Büropark hinter dem Domberg
Büropark hinter dem Domberg
Brücke in der Stiftsgasse
Brücke in der Stiftsgasse
Brücke in der Stiftsgasse
Brücke in der Stiftsgasse
Brücke in der Stiftsgasse
Brücke in der Stiftsgasse
Blick von der Brücke in der Stiftsgasse
Blick von der Brücke in der Stiftsgasse
Vom Domberg bis zur Vereinigung mit dem Walkstrom
Blick von der Brücke Stiftsgasse
Blick von der Brücke Stiftsgasse
Brücke Fischersand - An Den Geraden
Brücke Fischersand - An Den Geraden
Blick Richtung Sackpfeifenmühle
Blick Richtung Sackpfeifenmühle
Blick zum Nonnensteg
Blick zum Nonnensteg
Blick vom Nonnensteg
Blick vom Nonnensteg
Blick vom Nonnensteg
Blick vom Nonnensteg
Blick vom Nonnensteg
Blick vom Nonnensteg
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Der Walkstrom
(Mittellache, Kartäuserstrom & oberer Breitstrom)
Die Schaffung des Flutgraben beachte erhebliche Umgestaltungen des Wasserlaufes im Brühl mit sich. Die Flussläufe wurden begradigt und die Kreuzungen von Wilder Gera, Kartäuserstrom und Mittellache beseitigt. Der Flutgraben wurde durch einen neuen Graben an die Gera angeschlossen. Desgleichen der Kartäuserstrom an die Mittellache. Siehe dazu auch [L7 Seite 147].​​​​​​​Und so ergab es sich, dass Walkstrom und Flutgraben auf einer Länge von ca. 350 Metern in Abstand von nur 30 Meter verlaufen. Zwischen ihnen wurde eine Allee von Bäumen gepflanzt und die Espachpromenade entstand.
Der heutige Anfang des Walkstrom ist damit eine Zusammensetzung aus mehreren alten Flussteilen. Am Abzweig vom Bergstrom beginnend der Mittellache. Anschließend der neue Graben an der Espachpromenade. Gefolgt von einem kleinen Teilstücke des Kartäuserstroms. Dieser endete kurz hinter der Kartäuser Mühle am Abzweig der Hirschlache. Ab hier ging der Walkstrom los und endete am Rosswehr. Nach dem Rosswehr,  also innerhalb der Stadtmauer wurde er "oberer Bergstrom" genannt.
Vor dem Rosswehr gab es eine Flusskreuzung von Wilder Gera und Walkstrom. Der Walkstrom quert die Stadtmauer und die Wilde Gera floss an der Stadtmauer entlang. Hier hieß der Walkstrom mal "oberer Breitstrom".
 Bis zum Rosswehr
Nachdem Walkstrom und Flutgraben den Luisenpark verlassen haben, fließen sie auf einer Länge von ca. 350 Metern in Abstand von nur 30 Meter parallel in neu angelegten Gräben. Zwischen beiden Flüssen wurde hier die Espachpromenade angelegt. Eine Allee aus Winterlinden, die um 1900 gepflanzt wurden und heute ein geschlossenes Blätterdach bilden.
Wehr zum Espachteich in der Espachpromenade
Wehr zum Espachteich in der Espachpromenade
Kartäuserbrücke und Schleise
Kartäuserbrücke und Schleise
An der Kartäusermühle
An der Kartäusermühle
An der Kartäusermühle
An der Kartäusermühle
Hinter der Kartäusermühle
Hinter der Kartäusermühle
Hinter der Kartäusermühle
Hinter der Kartäusermühle
Brücke Walkmühlstraße
Brücke Walkmühlstraße
Ab dem Rosswehr
Der Walkstrom hieß früher ab hier oberer Breitstrom.
Rosswehr
Rosswehr
Rosswehr
Rosswehr
Rosswehr
Rosswehr
Rosswehr
Rosswehr
Rosswehr
Rosswehr
Rosswehr
Rosswehr
Rosswehr
Rosswehr
Rossbrücke
Rossbrücke
Brücke zur Farbengasse
Brücke zur Farbengasse
Blick Richtung Farbengasse
Blick Richtung Farbengasse
Brücke zur Farbengasse
Brücke zur Farbengasse
Blick von der Brücke zur Farbengasse
Blick von der Brücke zur Farbengasse
Blick Richtung Brücke zur Farbengasse
Blick Richtung Brücke zur Farbengasse
Vor der Rabenmühle
Vor der Rabenmühle
Vor der Rabenmühle
Vor der Rabenmühle
An der Rabenmühle
An der Rabenmühle
Brücke an der Rabenmühle
Brücke an der Rabenmühle
Lange Brücke
Lange Brücke
Ein Reiher am Peer 37
Ein Reiher am Peer 37
Blich Richtung grüne Mühle
Blich Richtung grüne Mühle
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Der Espachteich - Heute eine Enklave des Walkstroms
Wehr vom Walkstrom
Wehr vom Walkstrom
Die Schutzturmschleuse
Die Schutzturmschleuse
Die Schutzturmschleuse
Die Schutzturmschleuse
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