Der Hirschgarten

Der Hirschgarten, eine grüne Oase im Häusermeer.

Der Hirschgarten

Der Hirschgarten, eine grüne Oase im Häusermeer.

In der Verlängerung des Angers Richtung Westen erreicht man den Hirschgarten. Ein größerer Platz dessen eine Seite von der Kurmainzische Statthalterei, Heute die Staatskanzlei, eingenommen wird. Einem sehr schönen und imposanten Gebäudekomplex. Die südwestliche Seite wurde durch ältere Gebäude eingenommen, die Anderen zumeist durch Gründerzeitgebäude.
Von hier bis zur alten Stadtmauer sind es Richtung Süden ca. 100 Meter und Richtung Südwesten 300 Meter. Ein Bereich, den der Bauboom der Gründerzeit nur an den wichtigsten Straßen erreichte.  Es gab viele alte Gebäude, deren Zustand nach dem 2. Weltkrieg nicht mehr der Beste war.​​​​​​​
Etliche wurden abgerissen und durch gewaltige Neubaublock-Anlagen der 70ger Jahre ersetzt. Hinter dem Hirschgarten begann der Bau des sozialistische Kulturpalastes, im Volksmund „Schiffshebewerk“, entstehen. Geldmangel stoppte den Bau.
Der große Einkaufskomplex am südlichen Ring mit Parkanlage und Balustrade am Obergeschoss, parallel zum Anger und Neuwerkstraße, war zu DDR-Zeiten attraktiv. Heute versinkt er mehr und mehr zur Bedeutungslosigkeit.
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Die Kurmainzische Statthalterei (№​​​​​​​ 1711)
Heute die Staatskanzlei.
Die Kurmainzer Regierung unterhielt von 1664 bis 1802 eine Statthalterei - bis am 21. August 1802 preußische Truppen die Stadt übernahmen.  
Ende des 17. Jahrhunderts zog die  Statthalterei  in die  Renaissancebauten "Zum Stolzen Knecht" und "Zur Güldenen Flechte",   die vom Steinmetz Johannes Valentin Wild 1540 errichtet wurden, um(Siehe L3 Seite 3ff) .  Diese bilden den rechten Flügel der heutigen Anlage.
Der Ausbau zur heutigen Anlage erfolgte nach Plänen von Johann Maximilian von Welsch  von 1713 bis 1720.  
Die Figuren am Haupteingang stammen von Gottfried Gröninger. 
zum Bunten neuen Haus (№​​​​​​​ 1733)
Heute: das Haus  Augusta
Zum Namen Augusta fällt einen „Augusta von Sachsen-Gotha-Altenburg„ oder das „Augusta-Stift“ ein. Aber nicht was sich mit dem Name dieses Hauses verbinden lässt.
Baujahr und Bauherr bzw. Architekt sind nicht zu ermitteln.
Haus zur Bunte Rose und Lilienkranz (№ 1731 & 1730)
Über dieses Wohn- und Geschäftshaus ließen sich keine Informationen finden.
Das Kaufhaus Germania
Das Kaufhaus wurde 1895 von Ferdinand Schmidt​​​​​​​ errichtet.
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Die Häuser  Zu den Schweinsköpfen waren vormals das
Haus Zum wilden Schweinskopf 
Laut Hartung (siehe L4 Seite 261 ff) gehörte das Haus "Zum wilden Schweinskopf"  Wolf Millwitz († 1611),   dem reichsten Junker Erfurts. Das Haus ging vom Anger bis zum Hirschgarten.  Um 1660 wurde das Haus abgerissen und nach und nach durch die 4 Gebäude
- Haus zum ersten Schweinskopf (№​​​​​​​ 1724)
- Haus zum großen Schweinskopf (№​​​​​​​ 1725)
- Haus zum kleinen Schweinskopf (№​​​​​​​ 1726)
- Haus zum kleinen Schweinskopf (№​​​​​​​ 1727)  am Anger
ersetzt. Nur die Wand am Hirschgarten blieb erhalten.
Der Rest des Hauses "Zum wilden Schweinskopf"
Haus Zum ersten Schweinskopf (№​​​​​​​ 1724)
Dieses Wohn- und Geschäftshaus wurde um 1660 errichtet.
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