Erfurt und seine Ströme - Teil 3

Größe Ströme gibt es nicht nur in Amerika, Afrika und Asien. Auch Erfurt hat seine kleinen Ströme wie Bergstrom, Walkstrom und Breitstrom. Alles Arme der Gera. Diese bildetet in dieser flachen Flussaue mit ihren weit verzweigten Armen eine einfache Möglichkeit diesen zu durchqueren. Früh einstand am Breitstrom eine erste Bücke, die sich bis auf einen Brand im Jahre 1117 zurückverfolgen lässt. Diese Brücke und Handelsstraßen bescherten Erfurt einen wirtschaftlichen Aufschwung. Durch den Bau des Flutgraben zum Hochwasserschutz und Wehren, um den Wasserstand in der Stadt zu regulieren, wurden die Flussläufe sehr wenig begradigt oder sonst wie verändert. So gibt es Auen, Parks am Fluss und idyllische Ecken, die man in einer Großstadt nicht erwarten würde.

Erfurt und seine Ströme - Teil 3

Größe Ströme gibt es nicht nur in Amerika, Afrika und Asien. Auch Erfurt hat seine kleinen Ströme wie Bergstrom, Walkstrom und Breitstrom. Alles Arme der Gera. Diese bildetet in dieser flachen Flussaue mit ihren weit verzweigten Armen eine einfache Möglichkeit diesen zu durchqueren. Früh einstand am Breitstrom eine erste Bücke, die sich bis auf einen Brand im Jahre 1117 zurückverfolgen lässt. Diese Brücke und Handelsstraßen bescherten Erfurt einen wirtschaftlichen Aufschwung. Durch den Bau des Flutgraben zum Hochwasserschutz und Wehren, um den Wasserstand in der Stadt zu regulieren, wurden die Flussläufe sehr wenig begradigt oder sonst wie verändert. So gibt es Auen, Parks am Fluss und idyllische Ecken, die man in einer Großstadt nicht erwarten würde.

Ein kleine Skizze zur Orientierung. Die Gera durchfließt Erfurt von Süden kommen Richtung Norden. Auf dieser Seite wird der hellblau markierte Flussteil behandelt.
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Das Papierwehr
Horn [siehe L7, Seite 147] erwähnt das Papierwehr und die Trennung der Gera in Oberlache und Wilde Gera an dieser Stelle bereits 1843.  Es besteht deswegen die Möglichkeit, dass zwischen Papierwehr und Espachpromenade der Flusslauf der alten Wilde Gera vorhanden ist. 
Sommer 2021. Ein Jahr vor dem Umbau
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Der Flutgraben
Interessante Kunstbauten am Flutgraben ​​​​​​​
Papierwehr und Brücke
Hohenzollernbrücke
Espachpromenade zwischen Flutgraben und Walkstrom mit Abzweig zur Schutztorschleuse
Friedrichssteg
Pförtchenbrücke mit Zufluss Klinge (Dreibrunnenwasser)
Wilhelmssteg
Viktoriabrücke
Löbertorbrücke mit Walzenwehr
Bahnhofsbrücke​​​​​​​​​​​​​​
Fußgängerbrücke Promenadendeck
Schmidtstedtertorbrücke mit Wehr
Radowitzbrücke
Krämpfertorbrücke
Schlachthofbrücke
Johannestorbrücke
Brücke Schlüterstraße mit Dünker
Gerberstraßenbrücke
Kaskadenwehr
Nach dem Papierwehr
Nach dem Papierwehr
Ruhepol nach dem Papierwehr
Ruhepol nach dem Papierwehr
Abendstimmung beim Luisenperk
Abendstimmung beim Luisenperk
Wenn die Uferbefestigung nicht mehr ist, müssen die Wurzeln herhalten
Wenn die Uferbefestigung nicht mehr ist, müssen die Wurzeln herhalten
Hohenzollernbrücke
Hohenzollernbrücke
Hohenzollernbrücke
Hohenzollernbrücke
Hohenzollernbrücke
Hohenzollernbrücke
Hohenzollernbrücke im Frühjahr.  Im Hintergrund der Friedrichssteg
Hohenzollernbrücke im Frühjahr. Im Hintergrund der Friedrichssteg
Hohenzollernbrücke im Frühjahr.  Im Hintergrund der Friedrichssteg
Hohenzollernbrücke im Frühjahr. Im Hintergrund der Friedrichssteg
Friedrichssteg
Friedrichssteg
Friedrichssteg
Friedrichssteg
Blick vom Friedrichssteg
Blick vom Friedrichssteg
Pförtchenbrücke
Pförtchenbrücke
Pförtchenbrücke
Pförtchenbrücke
Pförtchenbrücke
Pförtchenbrücke
Pförtchenbrücke
Pförtchenbrücke
Pförtchenbrücke
Pförtchenbrücke
Der Wilhelmsstieg
Der Wilhelmsstieg
Der Wilhelmsstieg
Der Wilhelmsstieg
Treibholz vor der Viktoriabrücke
Treibholz vor der Viktoriabrücke
Die Baustelle Promenadendeck Mitte März 2022
Das Montagegerüst für die neue Brücke. Vorn das Wehr
Das Montagegerüst für die neue Brücke. Vorn das Wehr
Die Baustelle Promenadendeck Ende März 2022 - Montage der Brückenteile
Bilder: Ablage  des letzten Teils auf der  Stauffenbergallee (Stadteinwärts führende Spur).
Montage der vorletzten Teils über die Stauffenbergallee ( Stadtauswärts führende Spur)
Das fertige Promenadendeck
Vom Schmidtstedter Knoten bis zum Zusammenfluss
Die Radowitzbrücke. Sie wird Heute als Parkplatz genutzt..
Die Radowitzbrücke. Sie wird Heute als Parkplatz genutzt..
Dünker und Brücke Schlüterstraße
Dünker und Brücke Schlüterstraße
Blick von der Brücke Schlüterstraße
Blick von der Brücke Schlüterstraße
Vor dem Kaskadenwehr
Vor dem Kaskadenwehr
Das Kaskadenwehr
Das Kaskadenwehr
Angleichung der Höhe des Flussbettes des Flutgrabens an die Gera durch das Kaskadenwehr
Links hinter der Insel sieht man den Zufluss der Gera in den nun tiefer gelegten Flutgraben.
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Die Schmale Gera
Die Schmale Gera zweigt in Kleine Venedig vom Breitstrom ab und fließt aus eigenständiger Fluss zwischen Straußfurt und Sömmerda in die Unstrut.
Der Abzwieg
Der Abzwieg
Die Fußgängerbrücke bei klein Venedig
Die Fußgängerbrücke bei klein Venedig
Der dunkle Weg zum Dünker
Der dunkle Weg zum Dünker
Die Schmale Gera bei Venedig.
Etwa 320 Meter nach der kleinen Brücke ist der Dünker zum unterqueren des Flutgrabens.
Links der Einlauf, rechts der Flutgraben
Links der Einlauf, rechts der Flutgraben
Einlauf
Einlauf
Vorn der Flutgraben, hinten der Dunker der Schmalen Gera
Vorn der Flutgraben, hinten der Dunker der Schmalen Gera
Auslauf
Auslauf
Die Schmale Gera kreuzt den Flutgraben. Sie unterquert ihn in einem Dünker.
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Die  Gera
Nach „Klein Venedig“ endete die Stadtmauer von Erfurt und der Fluss hieß wieder Gera. 
Wilde Gera
Wilde Gera
Moritzwehr
Moritzwehr
Urwald an der Wilde Gera
Urwald an der Wilde Gera
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Die Hirschlache
Die Quellen über die Hirschlache sind sehr dürftig. Sie ist ein künstlich angelegter Wasserweg und lässt sich bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen. In der Stadtansicht vom Merian 1650 ist die Hirschlache zu sehen. Sie Zweigte nahe der Kartäusermühle vom Kartäuserstrom ab, wurde in einem Kanal über die Wilde Gera und durch die Stadtmauer in die Stadt geführt. Dort verlief sie parallel zur inneren Stadtmauer bis Klein-Venedig und versorgte die Lohgerber und einige Mühlen mit Wasser. Im 19. Jahrhundert wurde sie Verrohrt und mit dem Ausbau der Flutgraben verschwand sie. Nur noch ein Straßenname erinnert an die Hirschlache.
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Das Elfgemeindewasser
Das Elfgemeindewasser scheint eng verbunden mit dem Falllochkanal zu sein. Er existiert noch Heute, Literatur darüber ist leider sehr dürftig. Beziehe mich deswegen auf [L6 Seite 180 ff].
Das Elfgemeindewasser entsprang dem Falllochkanal. Ein Kanal der das Wasser zwischen Mittel- und Kupferhammermühle vom Bergstrom entnahm und unterhalb des Petersbergs zur Verfügung stellt. Diese wurde für einen Wasserfall im ehemaligen Park mit Badeanstalt, wo Heute des Gericht steht, und zur Wasserversorgung der Bevölkerung in der Umgebung verwendet. Das Elfgemeindewasser floss dann bei Klein Venedig in die Gera.
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Die Klinge
(Dreibrunnenwasser)
Vor den Toren Erfurts liegt ein größeres Quellgebiet – das Dreibrunnenfeld. Ein Feuchtgebiet in dem an etlichen Stellen sehr sauberes Wasser zu tage tritt. Bereits 1232 wurde die Hauptquelle in einen Brunnen eingefasst und 1355 das Wasser über einen Stadtgraben und einer hölzerne Rinnen in die Stadt geleitet. Seit etwa 1660 wird im Dreibrunnenfeld Brunnenkresse in künstlich angelegten Wasserflächen, sogenannten Klingen, angebaut. Der heute bekannte Bach „Klinge“ dürfte seinen Namen aus den Klingen herleiten und identisch mit den früheren bezeichneten Dreibrunnenwasser sein. Eine detaillierte Beschreibung ist unter [L7 Seite 153ff] zu finden.
Die Klinge fließt heute in den Flutgraben bei der Pförtchenbrücke.
Die Klinge
Die Klinge
Die Klinge im Winter
Die Klinge im Winter
Die Klinge
Die Klinge
Die Klinge
Die Klinge
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